Deckel

Nach über zwei Wochen sind wir wieder daheim in Montabone angekommen. Zwischen meinem Bad im eisigen Waldsee und heute liegen wundervolle Wintersonnentage im Wallis und etwas kühlnasse im Aargau. Das kühle Nass hält sich hier immer noch. Ich weiss kaum mehr, was hinter dem nächsten Hügel liegt. Es kommt mir so vor, als ob über das Piemont seit Wochen ein Deckel aus Regen, Wolken und Nebel gefallen ist. Und so ist es, seit Anfang November haben wir mehr oder weniger Dauerregen. Das Problem ist, dass Laub wischen kaum möglich ist. Und auch Reinigungsarbeiten, welche durch das Sandstrahlen im Weinkeller bitter nötig sind, nicht ausgeführt werden können. Heute wollte ich mit dem Hund dem Bormida entlanglaufen, doch der Weg ist immer noch gesperrt. Auch die Alternativroute über einen Hügel wurde mir vereitelt, dort ist die Strasse unterbrochen. Ueberall ist man am Auf- und Wegräumen. Die Strasse, welche nach der Autobahn über die Hügel zu uns führt, ist ebenfalls geschlossen. Dies, weil das Wasser die Strassenlöcher so ausgewaschen hat, dass daraus Strassengruben entstanden sind. Doch die Italiener sind fix, wenn es um den Einbau von Strassenbelag geht.

Es gibt auch Lichtblicke. So sind die Arbeiten im Weinkeller quasi abgeschlossen, Ende Woche können wir wieder einräumen. Und gegen das Wochenende hin soll endlich wieder die Sonne scheinen. Das stimmt hoffnungsfroh, und ich freue mich jetzt schon auf die Aussicht am frühen Morgen. Gross ist die Vorfreude auch auf den 25. Dezember. Ab dann reist meine Familie für gemütliche Feiertage an.

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