Ohne Traraa

Eigentlich wollte ich meine selbst auferlegte Schreibpause mit einem grossen "Traraa" beenden. Doch es bleibt beim wollen, das oder gar die "Traraas" sind noch nicht fertig. Dazu gesellt sich noch der Ferragosto. Das heisst, ich werde mit dem "Traraa" wohl bis Ende August warten müssen - und notgedrungen auch ihr.

Ihr fragt euch vielleicht, was es mit der selbst auferlegten Schreibpause auf sich hat. Ich hatte mich da etwas versteift, verrannt, oder was auch immer. Corona war omnipräsent. Dazu kam, dass wir die eine oder andere Absage bekamen von Gästen, welche sich nicht getrauten zu kommen. Da machte sich einerseits Frustration und eine leise Verzweiflung  breit, dem ganzen Geschehen ausgeliefert zu sein, ohne auch nur etwas dazutun zu können, um es besser zu machen. Und all diese Dinge sind keine guten Begleiter, wenn man erzählen möchte, wie es hier so geht. Denn, es geht gut, und der Herbst lässt von den Buchungen her Freude aufkommen. Daher war eine Pause ganz gut. Gerade für mich, welche manchmal etwas gar zu impulsiv in die Tasten greift.

Der Juli und August bescherte uns die einen oder anderen Gäste, und das meist im "Zweierpack". Zu Coronazeiten ist das noch ganz gäbig, die Gäste hatten bei uns somit keine Einschränkungen am Frühstücksbuffet etc. Sohn Christoph war für fast zwei Wochen mit Nana und Kota bei uns - wiederum eine herrliche Familienzeit - unbeschwerte und heitere Tage mit Sonne pur.

Zeitweise war es sehr sehr heiss, mit fast 40 Grad im Schatten, und auf die nächtliche Abkühlung wartete man vergebens. In den Gästezimmern kein Problem, die sind allesamt klimatisiert. Unser Haus jedoch verfügt über keine Klimaanlage. Während Roberto im kühlen Wohnzimmer nächtigte, zog ich für einige Nächte kurzerhand in ein Gästezimmer - es schlief sich herrlich. Nach dem 1. August kam die ersehnte Abkühlung, in der nächsten Woche soll das Thermometer wieder gegen die 40 Grad Marke klettern.

So gönnen wir uns wieder ein paar Tage Bergsommer im Wallis, Tirass wird es uns danken, und Stevo schaut derweil fürsorglich zu unserem Kater sowie zu Haus und Hof. Ueber Ferragosto läuft hier eh nichts, so können auch wir guten Gewissens verreisen. Stevo wäre eigentlich mit seiner Familie normalerweise von Ende Juli bis Anfangs September in Mazedonien. Verständlicherweise wird er dieses Jahr darauf verzichten, eine Quarantäne bei der Rückreise bedeutet ein zu grosser finanzieller Verlust. Zudem beginnt bald die Lese, da ist jede Hand gefragt.

Nun hoffe ich, dass ich nach den Wandertagen dann wirklich mit dem "Traraa" überraschen kann.

A dopo

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Kommentare: 1
  • #1

    Rita (Samstag, 08 August 2020 09:42)

    Ich freue mi uf jede Fall uf de Herbst. Söll eifach niemer uf d‘Idee cho d‘Grenze weder z‘schlüsse well mer zwenig brav send �