Wir sind bereit

Unser Dialog neulich:

Ich: Ich ga mi no schnäll ga zwäg mache. (Anmerkungen: also das geschieht jeden Tag)

Roberto gibt sich erstaunt: Worum, wär chunnt?

Ich: Eh, hüt chömi üser Gescht.

Roberto: Ou, fasch vergässe. Was mache mer zum zNacht?

Ich: Diversi Vorspise, es Crostata mit Spargle, es Tagliata, zum Dessert en Bounet

Roberto: Guet, i höckle ou derzue.

 

Liebe Lesende, das kommt davon, wenn man seit Wochen keinen anderen Menschen zu Gesicht bekommt, als den Partner, da kann es schon vorkommen, dass die Fantasie mit uns durchgeht. Denn, erst jetzt können wir ganz leise hoffen, dass eventuell im Laufe des Mai wir wieder Gäste bei uns begrüssen dürfen - sofern die Grenzen wieder völlig offen sind. Bis zum 3. Mai haben wir noch Ausgangssperre, aber so nach und nach soll das eine oder andere gelockert werden. Es gibt das Gerücht, dass ab dem 4. Mai alles auf einen "Tätsch" wieder möglich sein soll. Da wüsste man nach 8 Wochen daheim kaum, wohin man zuerst soll. Ich persönlich hoffe, dass wir schon bald wieder ohne zwingenden Grund über die Gemeindegrenzen hinaus gehen können. Mir fehlen die wunderschönen Wanderungen durch die Weinberge und über die Hügel von Fontanile und Alice Bel Colle oder Strevi.

Aber es wird wohl sehr lange eine Zeit geben, in welcher hier wie in der Schweiz nichts sein wird wie vorher. So soll es beispielsweise in einzelnen Bereichen, Supermercato etc., eine Maskenpflicht geben. Ebenfalls ist das Distanz halten weiterhin vonnöten. Wir sind jedoch vorbereitet. Auf den Zimmern hat es nun neben Duschmittel, Haarshampoo und Zahnpasta auch noch Masken und Desinfektionsspray.

Bei uns fällt es ja nicht allzu schwer, Distanz zu halten, die diversen Tische oder Liegestühle weit genug voneinander entfernt lassen ein gemütliches Beisammensein zu, ohne wirklich nahe zu sein. Auch werden nur 3 Zimmer verfügbar sein, ausser, es hat sich eine Gruppe gemeldet. Und die Zimmer besitzen alle sowieso neben dem Schlafzimmer eine Stube, eine Terrasse oder eine Laube. Da ist Privatsphäre garantiert. Unsere Weinbauern kommen auch zu uns, wenn eine Degustation gewünscht wird, wobei es kleine, feine Güter sind, und keine anderen Reisenden zugegen sind, wenn wir angemeldet sind. Die Wanderwege sind ideal, da begegnet man eigentlich nie jemandem. Bleiben nur noch die Restaurants. Da werden sich die Wirte sicher etwas einfallen lassen. Und sonst kochen wir halt für unsere Gäste nicht nur am Ankunftstag. Ihr seht, wir sind gerüstet, und freuen uns auf euch. In der Zwischenzeit geniessen wir die Casa Fossello notgedrungen zu zweit. A dopo.

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