Etwas unglücklich geparkt

Die ist wohl der letzte Eintrag in diesem Jahr, welchen ich ohne grosse Winterausrüstung draussen verfassen kann. Wie in der Schweiz, ist auch hier noch einmal der Sommer zurückgekehrt. Vor wenigen Tagen hat unser Weinbauer Maurizio seine letzte Ernte eingefahren - mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Alle sind hoch zufrieden mit dem Jahrgang. Lange konnte beispielsweise der Barbera seine letzte Reife bekommen, kühle Nächte und trockene, warme Tage waren ideal dazu. Doch das hat ja eigentlich nichts mit meinem Problem, dem Parken, zu tun. Meistens, wenn ich etwas in Eile bin, passiert etwas so blödes, dass ich die vermeintlich eingesparte Zeit um ein Vielfaches verloren habe. Ob es der Mixer ist, welchen ich nur noch schnell hinter der Kaffeemaschine hervorholen möchte, und dies dann gleich mit dem vollen Wasserbehälter der Kaffeemaschine tue, oder halt etwas gar schnell am Rand des Waldweges parken möchte.

Eigentlich wollte ich ja nur mit unserem Tirass oberhalb  von Montabone vor dem anstehenden Tageswerk eine ausgiebige Runde drehen. Aus Rücksicht auf die Weinbauern, welche das von mir ausgewählte Weglein ab und zu befahren, wollte ich unser Auto ganz am Rande parken. Nun, es war so nahe am Rande, dass urplötzlich nichts mehr ging, ich sozusagen in der Luft hing. Ich war auf einem Erdhügel aufgefahren, das eine hintere Rad hing in der Luft. Was tun? Natürlich Stevo und Roberto anrufen, und selber mit dem Hund den geplanten  Spaziergang machen. Jedoch nicht in gedachter Richtung, sondern bergab zu unserem Daheim. Denn dort waren die Gäste im Begriff, ihre Koffer zu packen, um abzureisen. Roberto also hoch mit Stevo zu unserem "aufgebockten" Wagen, und ich in Windeseile hinunter zu unseren Gästen. Ich hatte Glück im Unglück, dem Auto ist nichts passiert, und die Gäste waren noch weit davon entfernt, reisefertig zu sein.

Jetzt schreibt sich das ganze so einfach, aber mittendrin im Geschehen war ich schon zemlich ausser mir. Es wäre für uns persönlich ja nicht so schlimm gewesen, wenn das Auto grösseren Schaden genommen hätte, da wir ja im Oktober resp. im November ein neues sowie ein gebrauchtes Auto bekommen. Aber in der Schweiz wartet mein Sohn auf dieses Auto, da sein altes den Geist aufgegeben hat.

Nicht, dass uns der Franzose nicht mehr gefällt, aber es ist für uns einfach zu umständlich zu einer italienischen Nummer zu kommen. Deshalb unser Umdenken.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Martina (Donnerstag, 11 Oktober 2018 21:16)

    Na, sowas ;-) war ja klar, dass diese Gäste noch nicht reisefertig waren, bei euch kostet man jede Sekunde voll aus und schiebt die Abreise so weit als möglich heraus - liebe Grüsse - inzwischen aus dem Aostatal.

  • #2

    Silvy (Donnerstag, 11 Oktober 2018 22:31)

    Den italienischen Führerschein habt ihr aber, oder? Ich nehme an, ihr wisst, dass es ohne ziemliche Schwierigkeiten geben kann. Liebe Grüße Silvy