Kurz vor der Lese

Schon bald werden die ersten Traubensorten gelesen, im Moment herrscht sozusagen Ruhe vor dem Sturm in den Rebbergen. Wobei Sturm für das Gewusel und das fröhliche Rufen und Geplauder nicht der richtige Ausdruck ist. Das Grün der Rebstöcke wird durch Rot, Blau, Türkis, Gelb und vielen Farben mehr der Hemden und Shirts belebt - für mich ein schöner Anblick. Unser Nachbar Lorenzo ist nicht unzufrieden mit dem Jahrgang, er vermutet aber, dass letzte Jahr besser gewesen sei.

Stürme, die hatten wir in letzter Zeit häufig. Kaum ein Gewitter zog vorbei, ohne dass es von veritablen Regen- und Windstürmen begleitet wurde. Nun scheint etwas Ruhe einzukehren, und die Wetteraussichten sind weiterin sonnig und sommerlich warm. Auch gut für den Wein.

Auch Ferragosto haben wir "heil" überstanden. Wir wissen ja mittlerweile, dass kaum jemand erreichbar ist während dieser Zeit. Und war ich letztes Jahr einfach nur gespannt, als die Jäger regelmässig auf Wildschweinepirsch gingen, begrüssten wir die Jäger dieses Jahr mit Freude. Denn es ist wirklich nicht gemütlich, wenn man fast täglich auf Wildschweine trifft. Zum Glück zeigt mir Tirass jedes Mal an, dass da etwas ist, aber geheuer ist es mir nie. Ich habe auf  meinen früheren Wanderungen kaum so viel gesungen und gepfifen, wie diesen Frühling und Sommer. So hört mich das Wild wenigstens kommen.

Und unsere Gäste? Da ist Jubel angesagt, wir können bis jetzt auf eine tolle Saison zurückblicken, und auch der Herbst bringt uns viele Besucher.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Werner Fehlmann (Sonntag, 19 August 2018 00:21)

    Es wundert mich kaum, dass im Land von Caruso sich die Borstenviecher bei Gesang anständig verhalten..!��

  • #2

    Peter Bo (Sonntag, 19 August 2018 12:05)

    De Tirass esch en liebe :-)
    Einisch kraule bitte... danke.

    Ond öich en liebe Gruess
    Yvonne & Petet