Temporale

Gestern war - zwar mit viel Wind - ein herrlicher Sommerabend. Wir genossen diesen, und waren gerade gemütlich beim z'Nacht, als Stevo eintraf. Wir waren der Meinung, alles sei fixfertig für den morgigen Tag vorbereitet. Das Betonieren des Fundamentes zur neuen Stützmauer war geplant. Doch Stevo kam mit einigen ultragrossen Planen und meinte, dass ein Gewitter kommen werde. Natürlich zückten wir beide unsere Handys und befragten unsere Wetterapp. "Ja, ein bisschen Regen ist angesagt, aber nur ein paar Tröpfchen", meinten wir beide beschwichtigend. Nun denn, wir reden Stevo prinzipiell nicht in sein Tun rein, und liessen ihn gewähren. Und mitten in der Nacht dankten wir beide im Stillen diesem umsichtigen Mann - es goss in Strömen, ein richtiger Gewittersturm fegte über Montabone. Hätte Stevo den Hang nicht abgedeckt, da wäre so einiges ins Rutschen gekommen. Und heute Morgen erinnerten nur noch abgebrochene Zweige und etwas Schlamm auf der Strasse an das Unwetter. Natürlich konnte sich Stevo ein Lächeln nicht verkneifen, als er heut Morgen eintraf. Kurz darauf kam auch schon der erste LKW mit Beton. Eine Millimeterarbeit mit diesem Gefährt zu uns, der zweite folgte sogleich. Schaut euch die Bilder von dieser Aktion an.

Eine Stunde später war das Fundament gegossen, und die Ungetüme schoben sich langsam aber sicher wieder raus. Einzig ein kleiner Kratzer an einer Dachrinne ist geblieben. Nicht der Rede wert.

Und heut Abend die gleiche Situation, Stevo kam mit den grossen Planen angefahren. Seine Frau Diana habe da so eine Ahnung, meinte er lächelnd. Nun denn, auf ans Auslegen des Regenschutzes. Wobei, so einfach war das auch nicht, fegt doch immer noch ein stürmischer Wind durch die Hügel.

Und wenn Dianas Gefühl Recht behält, können wenigstens Roberto, Tirass und Kater Alex ruhig schlafen. Bei mir ist das was anderes. Bei Gewittern zieht es mich jeweils in die Küche, und bei einem Kaffee warte ich das Ende des Geschehens ab. Ja, ich fürchte mich bei Blitz und Donner.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Lisette Säuberli (Donnerstag, 05 Juli 2018 10:16)

    Ja das Fürchten vor Gewittern geht bei mir in die Kindheit zurück. In einem Bauernhaus aufgewachsen mussten wir Nachts aufstehen, uns anziehen und auf die "Choust" setzen.Ich weiss noch genau, ich habe mit den Zähnen geklappert.So hat man uns Angst gemacht, was mir bis heute geblieben ist.

  • #2

    Werner Fehlmann (Sonntag, 19 August 2018 00:08)

    Beeindruckend ...! Habe ja die Aushub-Arbeiten live mitbekommen, in dem schwierigen Gelände.. Nun dieses Fundament wird das nächste Jahrhundert überstehen ���